Google-Shopping verlangt nun mehr Daten
Offiziell seit heute verlangt Google detailliertere Angaben zu den übergebenen Produkten für die Google Produktsuche. Die Änderungen betreffen auch deutsche Online-Händler und umfassen im Wesentlichen 3 neue Punkte:
- Die Produktverfügbarkeit muss angegeben werden. Dabei stehen die Werte auf lager, bestellbar, nicht auf lager und vorbestellt zur Verfügung.
- Den eigenen Produkten muss eine Google-Produkt-Kategorie zugewiesen werden. Die derzeit 3777 verfügbaren Kategorien können bei Google als Excel-Datei herunterladen werden.
- Es ist nun immer ein Artikelbild erforderlich. Bildplatzhalter (z.B. “noch kein Foto” etc.) sind unerwünscht
Diese 3 Änderungen und die Tatsache, dass Google angekündigt hat, Produkte mit unzureichenden Angaben nicht mehr zuzulassen, sind Grund genug die eigene Datenübergabe an Google zu überarbeiten. Aber gerade der Punkt 2, die Google-Produktkategorie, kann einen Onlineshopbetreiber vor Probleme stellen:
Wie soll ich für meine vielen Produkte “auf die Schnelle” die richtige Google-Kategorie zuordnen?
Zum Einen ist es für einen Onlinehändler mit mehreren Tausend Artikeln sicher sehr mühsam jedem Artikel “per Hand” nachträglich eine Extra-Kategorie zuzuweisen – zum Anderen verfügt kein Onlineshop im Standard überhaupt über eine Eingabemöglichkeit dafür.
Um das Problem mit relativ geringem Aufwand zu lösen, muss zunächst die von Google gelieferte Taxonomie-Datei in die Datenbank eingelesen werden, damit uns die Google-Kategorien zur Verfügung stehen.
Nun sollte die grundlegende Entscheidung getroffen werden,ob jedem einzelnen Artikel eine Kategorie zugeordnet werden soll oder ob man eine Gruppierung verwenden kann. In vielen Fällen sortieren Onlinehändler gleichartige Waren in einer Kategorie – es bietet sich dann u.U. also an, eher ein Kategorie-Mapping durchzuführen, statt jeden Artikel einzeln zu bearbeiten. Diese Entscheidung ist ganz sicher auch abhängig von der Anzahl der angebotenen Produkte im eigenen Onlineshop.
Die Google-Kategorien sind eingelesen – es fehlen nun noch die Programmierungen der Ein- und Ausgabe. Die Anpassungsmöglichkeiten für die Eingabe variieren je nach Shopsystem sehr stark. Einfache Shopsysteme wie der XT-Commerce 3.0.4 lassen sich einfach anpassen – bei Veyton, Magento, Oxid usw. gehört schon einiges an Know-How dazu.
Ist die Eingabe geschaffen, muss nun noch die Ausgabe entsprechend angepasst werden. Auch hier stehen ja nach Shopsystem verschiedene Module und Systeme zu Verfügung. Einige Module generieren Dateien, andere stellen Feeds zur Verfügung. Generell empfiehlt es sich, die Daten per RSS-Feed an Google zu übergeben. Dadurch wird gewährleistet, dass Google stets aktuelle Daten erhält.
Tipp wenn es schnell gehen muss: Google hat die Kategorien breit gefächert, so kann man oftmals eine Standard-Kategorie für die Ausgabe hinterlegen, falls die (je nach Artikelzahl) umfangreiche Zuordnung noch nicht erfolgt ist. Beispiel für einen Onlineshop Tiernahrung. Google verfügt über folgende passende Kategorien:
Tiere
Tiere > Haustierbedarf
Tiere > Haustierbedarf > Fischbedarf
Tiere > Haustierbedarf > Fischbedarf > Aquarien
Tiere > Haustierbedarf > Hundebedarf
Tiere > Haustierbedarf > Hundebedarf > Hundebetten
Tiere > Haustierbedarf > Hundebedarf > Hundefutter
Tiere > Haustierbedarf > Katzenbedarf
Tiere > Haustierbedarf > Katzenbedarf > Katzenbetten
Tiere > Haustierbedarf > Katzenbedarf > Katzenfutter
Tiere > Haustierbedarf > Reptilienbedarf
Tiere > Haustierbedarf > Vogelbedarf
Tiere > Lebende Tiere
Man kann also durchaus die Kategorie “Tiere > Haustierbedarf” als Standardkategorie wählen, bis über das jeweilige zugeordnete Produkt oder die Kategorie beim Kategorie-Mapping eine eigene genauere Google-Kategorie zugewiesen wird.
Bei Interesse an einer Lösung für den XT-Commerce 3.0.4 nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Letztlich bleibt abzuwarten, ob Google wie angekündigt ab heute keine Produkte mit unzureichenden Angaben mehr aufnimmt oder nicht.
