Verbot von Gebühren für Zahlarten

Zum 13. Januar 2018 tritt das neue "Gesetz zur Umsetzung der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie" in Kraft. Für die Zahlungsarten Überweisung, Lastschrift und Kreditkarte dürfen keine Gebühren mehr erhoben werden.

Eine weitere Gesetzesverordnung macht es dem Online-Händler in Zukunft nicht wirklich leichter seine Ausgaben zu kalkulieren. Der Deutsche Bundestag beschloss am 01. Juni 2017 das „Gesetz zur Umsetzung der Zweiten Zahlungsdiensterichtlinie“ und darin ein Verbot für die Erhebung von Gebühren für einige Zahlungsarten.

Nach dem 13.01.18 dürfen für die Zahlungsarten

  • SEPA-Überweisung
  • SEPA-Lastschrift
  • Kreditkarte

keine Aufschläge mehr verlangt werden.

Das Verbot wird auch auch Sofortüberweisung zutreffen. Aber obwohl auch bei PayPal Überweisungen, Lastschriften und Kreditkartenzahlungen erfolgen, gilt dieses Verbot nicht für Zahlungen via PayPal. Bei Juristen herrschen derzeit unterschiedliche Auffassungen, ob PayPal ein Dienstleister oder eine Bank ist. Allerdings hat PayPal selbst Fakten geschaffen und die Erhebung von Gebühren durch eine Änderung der AGB nun untersagt:

"Gleichzeitig ist das Erheben eines Zahlungsmittelentgelts für die Nutzung der PayPal-Services als Zahlungsmethode in einem Online-Shop (das sogenannte "Surcharging") für Händler nun nicht mehr gestattet."
Quelle: https://www.paypal.com/de/webapps/mpp/ua/upcoming-policies-full?locale.x=de_DE 

Fazit: Händler sollten dieses Gesetz beachten. Sie sollten ab 13.01.18 keine Gebühren mehr für das Bezahlen per Überweisung, Lastschrift, Kreditkarten und PayPal verlangen und wenn nötig ihre Preiskalkulationen anpassen.

 

 

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